Trolle, Spammer und Unruhestifter aufgepasst: YouTube stellt auf Google+-Kommentare um

Im Grunde nur eine Frage der Zeit, jetzt aber Realität: YouTube wird ab dieser Woche die eigene Kommentar-Funktion durch die von Google+ ersetzen. Bis zum Ende des Jahres will die Google-Tochter Google+-Kommentare auch auf existierende Videos ausweiten.

Schon seit einiger Zeit drängt YouTube seine User ihren Account mit einem Google+-Profil zu koppeln und jene die es noch nicht gemacht haben, sollten es wohl in Erwägung ziehen – zumindest wenn sie weiterhin Videos kommentieren möchten. In einem Post auf dem offiziellen YouTube-Blog erklärt Google, dass sie Aufgrund des User-Feedbacks wegen Spam ihre Kommentare auf Google+ umstellen werden.

YT_NewComments

Genau so wie es bereits im Google Play Store im Web bzw. auf Android der Fall ist, können nur noch User mit einem Google+-Profil Apps bewerten, sei es nun eine einfache Bewertung über das Sternesystem oder eine ausführlichere, geschriebene Bewerbung. Dies wurde eingeführt um Spam zu reduzieren, da User die angeblich ihren realen Namen nutzen, weniger Spam-Kommentare hinterlassen.

Aber das soll nicht die einzige Änderung bleiben. Die Details aus dem Blog-Eintrag:

  • Kommentare, die sinem wichtig sind, werden weiter oben angezeigt. Kommentare des Uploaders, populäre Personen, hitzige Diskussionen über das Video und Leute aus den eigenen Google+-Kreisen werden priorisiert  angezeigt.
  • Kommentare sind per se nicht mehr öffentlich. Es besteht ebenfalls die Möglichkeit eine Diskussion mit Personen aus seinen Kreisen oder nur mit einer einzelnen Leuten zu starten. Antworten werden geschachtelt dargestellt, wie es zum Beispiel in GMail der Fall ist.
  • Neue Moderations-Tools: Kommentare freigeben, bestimmte Worte blocken oder User-Kreise freigeben, dessen Kommentare nicht erst freigegeben werden müssen.

Ob diese Umstellung YouTube helfen wird mit dem Spam fertig zu werden oder ob es der Video-Plattform eher schaden wird, weil deutlich weniger Leute kommentieren werden (denn auch schlechte Werbung ist Werbung, nicht?), bleibt abzuwarten.

Quelle: Offizieller YouTube-Blog

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Roberto Giunta
Roberto studiert Publizistik- und Kommunikationswissenschaften an der Universität Wien. In seiner Freizeit streift er durch die Untiefen seiner RSS-Feeds und Podcasts und schaut sich Serien bzw. Filme bevorzugt in Originalsprache an. Interessiert an allem was mit Technologie und Games zu tun hat.
Roberto Giunta

Roberto Giunta

Roberto studiert Publizistik- und Kommunikationswissenschaften an der Universität Wien. In seiner Freizeit streift er durch die Untiefen seiner RSS-Feeds und Podcasts und schaut sich Serien bzw. Filme bevorzugt in Originalsprache an. Interessiert an allem was mit Technologie und Games zu tun hat.